Innviertler Bauernbua im Wandel der Zeit

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…Anfang September hieß es: “Sepperl, du musst packen!” Mama half mir dabei. Wäsche, Schuhe, Toilettsachen, auch Essbesteck mussten im Rucksack verstaut werden. Auch einen Becher Butter und ein Glas Marmelade fürs Frühstück gab Mama dazu. Sie selber hatte eine große Tasche mit meiner Bettwäsche und einigen Handtüchern gepackt. Einen Tag vor Schulbeginn gingen wir beide vollbepackt zur Bushaltestelle und warteten auf den Bus. Und dann fiel meiner Mutter auf,dass ich vor lauter Nervosität die Schultasche nicht mitgenommen hatte, und schon kam der Postbus angefahren. Ich war noch nie mit einem Bus gefahren, deshalb fuhr meine Mutter mit mir nach Braunau und lieferte mich im Knaben-Schülerheim, einer Holzbaracke in der Jahnstraße, ab. Natürlich schimpfte sie mich wegen der vergessenen Schultasche noch gehörig aus. Frau Hellstern, die Heimleiterin, erklärte mir freundlich die Hausordnung, lieb und streng zugleich, ich wäre lieber wieder mit nach Hause gefahren…

Sepp Russinger

Sepp Russinger wurde 1943 in Gilgenberg am Weilhart geboren und verlebte seine Kindheit auf dem elterlichen Hof. Nach der Volksschule in Gilgenberg und der Hauptschule in Braunau absolvierte er eine Metzgerlehre. In diesem Beruf brachte er es zum Meister. Später musste er “von der Wurst auf Blech” umsatteln, wie er selbst schreibt. Er absolvierte die dreijährige Werkmeisterschule für Maschinen- und Betriebstechnik und fand in der heutigen AMAG eine gute Stellung im damaligen Walzwerk.
Die jahrzehntelange Überbelastung führte in der Pension zu zwei Herzinfarkten und einem Schlaganfall. Wie er den Schlaganfall überlebte und mit Mut und Kraft wieder auf die Beine kam, erzählt er im letzten Kapitel.

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