Diese 180 lakonischen Dreizeiler handeln von Natur, Liebe und Tod. Ausgangspunkt ist die Landschaft des Mostviertels. Die Gedichte sind nach den vier Jahreszeiten geordnet, und jedes geht von einer konkreten Impression aus. Ein Spiel mit Gegensätzen macht aus der flüchtigen Wahrnehmung eine bleibende Erfahrung.
Schwalben in der Luft
die sich im Flug berühren –
das sind du und ich!
Du riechst – sagt mein Sohn
nach dem Erdäpfelsalat
den Großmutter macht
Im Traum war sie nackt
wollt mich ihr nähern
der Tod zog sie fort von mir
Die leise Musik verstummt
Glühwürmchen locken
dich fort in die Nacht
Ein Schatz, der in erloschner
Asche dunkel glüht
angefacht vom Abendwind
Mit den Schuhen, die
sie hinterlassen hat, in
ihre Fußstapfen treten